Betroffene(r)

Erfahrungen mit Alkohol dürften vermutlich so alt sein wie die Menschheitsgeschichte und ist im 21. Jahrhundert nach wie vor präsent. Es gibt viele Gründe, weshalb jemand zum Alkoholiker wird.
Alkohol in Maßen trinken, ist vom Grund her nichts Schlimmes. All jene, die Bier oder Wein in geringem Ausmaß „genießen“, sei dieser Genuss vom Grundsatz her gegönnt.
Es stellt sich jedoch die Frage: Ab welcher Menge wird der Alkoholgenuss zum Risiko?

Das Problem entsteht, wenn der Zeitraum und die entsprechende Alkoholmenge im direkten Zusammenhang gesehen wird, wie zum Beispiel, wenn

  • innerhalb kurzer Zeit größere Mengen zu sich genommen werden
  • über längere Zeit stetig Alkohol zu sich genommen werden (Spiegeltrinker)
  • bei Stress- und Problemsituationen Alkohol getrunken wird (Problem-/Konflikttrinker)
  • über längere Zeit, aber mit Unterbrechungen Alkohol in größeren Mengen zu sich genommen werden (Quartalstrinker)

Ein weiteres Problem taucht auf: Die Übergange zum Alkoholmissbrauch und des Weiteren der Übergang zur Alkoholabhängigkeit sind „fließend“, so dass der/die Betroffene die Risiken schlichtweg unterschätzt bzw. diese Effekte gar nicht bemerkt. Viele dieser missbräuchlich oder abhängig Betroffenen bestreiten diese Risiken und bezeichnen sich nach wie vor als „Genießer“ oder…

„Wenn ich will, kann ich jederzeit aufhören“. Das ist ein bekannter Spruch vieler Trinker. Ein Spruch, der auf das Risiko deutlich hinweist, dass eine Unterschätzung zum Missbrauch bzw. zur Abhängigkeit besteht. Denn: Warum hört der/die Betroffene nicht mit dem Trinken auf? Bei solchen Nachfragen werden die Betroffenen „erfinderisch“ mit Ausreden. Ausreden, die realistisch klingen bzw. realistisch klingen sollen.

Beim Blauen Kreuz Ortsverein Freiburg sind die meisten Mitglieder trockene Alkoholiker. Also vom „Fach“. Wir wissen, wovon wir reden.

All diejenigen,

  • die sich mit Ausreden wie „Ich kann jederzeit aufhören“ und ähnlichen Sprüchen bestens auskennen,
  • die verstärkt Alkohol (Bier, Wein und vieles mehr) trinken,
  • die viel Alkohol zu sich nehmen und benötigen,

laden wir zu unseren Selbsthilfe-Gruppen ein. In unseren Selbsthilfe-Gruppen wollen wir Ihnen Unterstützung anbieten, dass Sie nicht nur einen Rückgang des Alkoholkonsums erreichen, sondern -das ist unser Bestreben-  dass es immer besser ist, komplett auf den Alkohol zu verzichten. Uns ist klar, dass viele von Ihnen zunächst einmal von "Abstinenz" gar nichts wissen wollen, da dies zu viel verlangt ist. Aber, wenn es auch hart klingt: Da irren Sie sich.
Wir sind auch für SIE da! Kommen Sie, auch wenn es schwer fällt oder schreiben Sie uns. Ausserdem haben Sie die Möglichkeit, einen Selbsttest durchzuführen. Dieser Test besagt, in welchen Ausmass Sie alkoholgefährdet sind.



Weitere Informationen


Fünf Trinkertypen.

Deutsch Haupstelle für Suchtfragen e.V.

Universitätsklinikum Tubingen

Drogenbeauftragte(r) der Bundesregierung (Alkohol)

Kenn Dein Limit

Die verschiedenen Formen der Alkoholsucht

 

 

 

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